Petit Bleu de Gascogne

Der Petit Bleu de Gascogne ist ein französischer Laufhund mit edler Silhouette, blau-getupftem Fell, einer musikalischen Stimme und einem ruhigen, aber zielstrebigen Jagdcharakter. Trotz des Wortes "Petit" ist er kein kleiner Hund; der Name spielt auf seine Verkleinerung gegenüber dem Grand Bleu de Gascogne und seinen Einsatz bei der Kleinwildjagd, insbesondere auf Hasen, an. Als Meutehund schätzt er in der Regel andere Hunde, stabile Routinen und die Arbeit im Freien, bei der er seinen Geruchssinn einsetzen kann. Zuhause benötigt er eine sichere Einhegung, geduldiges Training und Besitzer, die die Unabhängigkeit und die Stimme eines Laufhundes verstehen.

Allgemeine Einzelheiten

Die FCI erkennt den Petit Bleu de Gascogne unter der Standardnummer 31 in Gruppe 6, Laufhunde, Sektion 1.2, mittelgroße Laufhunde, mit Arbeitsprüfung an. Die FCI gibt Frankreich als Ursprungsland an und beschreibt die Rasse als vielseitigen Laufhund, der für die Jagd mit der Büchse und manchmal für die Hetzjagd verwendet wird, wobei der Hase sein Lieblingspatient ist. Die FCI-Höhe beträgt 52 bis 58 cm für Rüden und 50 bis 56 cm für Hündinnen. Der UKC erkennt die Rasse ebenfalls in seiner Scenthound-Gruppe an. Das Fell ist kurz, dicht und schwarz-weiß gefleckt, was den schieferblauen Effekt erzeugt, der den Gasconne-Blauhunden ihren Namen gibt. Die Rasse ist moderat, mit Substanz, Ausdauer und leichtem Gang.

Kurze Geschichte der Rasse

Der Petit Bleu de Gascogne gehört zur alten Bracken-Tradition der Gascogne im Südwesten Frankreichs. Der FCI-Standard beschreibt ihn als eine bewusste Verkleinerung des Grand Bleu de Gascogne, die direkt mit seinem Verwendungszweck zusammenhängt. Der UKC gibt einen breiteren historischen Bericht, der die Rasse mit alten französischen Laufhunden, den Hunden Galliens und der Entwicklung des Grand Bleu de Gascogne in Verbindung bringt. Die kleinere Version wurde besonders nützlich für Hasen, behielt aber dennoch die Ausdauer, die Spürfähigkeit, die Stimme und den Meuteinstinkt der größeren blauen Hunde bei. Der UKC erkannte die Rasse 1991 an. Heute bleibt die Rasse außerhalb von Jagdkreisen und Ländern, in denen französische Laufhunde gehalten werden, ungewöhnlich, wird aber von Liebhabern für ihre Stetigkeit und ihren unverwechselbaren Typ geschätzt.

Rassemerkmale

Dieser Hund sollte mittelgroß, gut proportioniert und vornehm sein. Der Kopf ist lang und edel, mit einer schwarzen Nase, braunen ovalen Augen und Ohren, die mäßig fein, nach innen eingerollt und lang genug sind, um mindestens bis zum Ende der Nase zu reichen. Die Brust ist lang und bis zum Ellbogen herabreichend, die Pfoten sind oval und die Rute ist schlank und säbelförmig getragen. Das Fell ist kurz und üppig. Seine typische Farbe ist vollständig schwarz-weiß gefleckt, oft mit schwarzen Flecken auf beiden Seiten des Kopfes, lohfarbenen Abzeichen über den Augen und an den Wangen, Lefzen, Ohren, Beinen und unter der Rute. Die FCI beschreibt die Rasse als feinnasig, mit intensivem Jagdstil, schöner Stimme, guter Meutearbeit, ruhigem und liebevollem Charakter und leichter Gehorsamkeit. Der UKC betont Entschlossenheit, Ausdauer, Selbstvertrauen, Spürsinn und eine tiefe, melodiöse Stimme. Im täglichen Leben bedeutet dies, dass der Petit Bleu de Gascogne sichere Gelegenheiten zum Schnüffeln, Spazierengehen und Erkunden benötigt. Das Abruftraining ist wichtig, sollte aber bei Wildgeruch nicht blindlings vertraut werden. Das kurze Fell ist einfach zu bürsten, aber lange Ohren bedürfen regelmäßiger Kontrolle auf Reizungen, Feuchtigkeit und Verschmutzungen.

Häufige Krankheiten

Es gibt nur begrenzte öffentliche rassespezifische Gesundheitsforschung für den Petit Bleu de Gascogne. Die Standards der FCI und UKC betonen beide funktionale Gesundheit und bestrafen Defekte, die Gesundheit oder Arbeit beeinträchtigen, aber sie listen kein Krankheitsprofil auf. Die praktische Pflege sollte sich daher auf allgemeine Sorgen von Laufhunden konzentrieren. Lange, tief angesetzte Ohren können Feuchtigkeit und Schmutz einfangen, daher sollte auf Otitis externa und Ohrenreizungen geachtet werden, insbesondere bei Hunden, die jagen oder schwimmen. Aktive Hunde können nach der Feldarbeit Schnittwunden, Zerrungen und Zeckenexposition erleiden. Die Aufrechterhaltung eines schlanken Körperzustands schützt Gelenke und Ausdauer. Da es sich um einen mittelgroßen bis großen, tiefbrüstigen Laufhund handelt, sollten die Besitzer auch die Anzeichen einer Magendrehung kennen, auch wenn rassespezifische Risikodaten spärlich sind. Seriöse Züchter sollten auf gesunde Bewegung, korrektes Temperament, klare Augen, gesunde Ohren und Langlebigkeit der Familie achten, und die Besitzer sollten regelmäßige tierärztliche Versorgung arrangieren, anstatt auf offensichtliche Lahmheit oder Ohrenschmerzen zu warten.

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