Glatthaar-Collie

Der Kurzhaarcollie ist die kurzhaarige Variante oder, je nach Zuchtbuch, ein sehr naher Verwandter innerhalb der Colliefamilie, und behält den klassischen Ausdruck, die Intelligenz und den Hüteursprung des Collies ohne langes Fell. Er ist ein mittelgroßer Hütehund aus Großbritannien, der für Aktivität, Kooperation und korrekte Bewegung gebaut ist. Zu Hause ist er normalerweise liebevoll, sensibel und aufmerksam, benötigt aber tägliche Bewegung, geistige Beschäftigung, ruhige Behandlung und strukturierte Sozialisation.

Allgemeine Einzelheiten

Die FCI erkennt den Kurzhaarigen Collie als Collie (Smooth), Standardnummer 296, in Gruppe 1, Hütehunde und Treibhunde, Sektion 1, ohne Arbeitsprüfung an. Der FCI-Standard gibt Großbritannien als Ursprungsland an und beschreibt die Rasse als Hütehund. Rüden werden mit 56 bis 61 cm und 20,5 bis 29,5 kg angegeben.

Kurze Geschichte der Rasse

Der Collie entwickelte sich aus Arbeitshütehunden aus Schottland und Nordbritannien. Der Glatthaar Collie und der Langhaar Collie teilen einen Großteil ihrer Geschichte und ihres Typs, wobei der Hauptunterschied in der Haarlänge liegt. Der Kennel Club stellt fest, dass kurzhaarige Hütehunde aus dem 19. Jahrhundert wahrscheinlich kürzer auf den Beinen und gedrungener waren als moderne Glatthaar Collies, und dass spätere Züchtungen, einschließlich der auf Eleganz ausgerichteten Selektion, die kurzhaarigen und langhaarigen Varietäten in ihrer Silhouette näher zusammenbrachten. Das Interesse von Königin Victoria an Collies trug zum öffentlichen Profil der Rasse bei, und einer ihrer Hunde, Sharp, war ein Glatthaar Collie. 1979 vergab der Kennel Club die ersten Herausforderungszertifikate für Glatthaar Collies als eigenständige Rasse. Heute ist der Glatthaar Collie in Ausstellungen, als Begleiter im Zuhause, bei Leistungssportarten und bei einigen praktischen Arbeiten zu sehen.

Rassemerkmale

Der Kurzhaar-Collie sollte ausgewogen, aktiv und ohne Schwere sein. Der Kopf ist eine klare, stumpfe Keilform mit flachem Schädel, schwarzer Nase, mandelförmigen Augen und halbstehenden Ohren, die sich nach vorne neigen, wenn der Hund aufmerksam ist. Der Ausdruck ist ein wichtiges Merkmal und sollte Intelligenz und Sanftheit vermitteln. Der Körper ist etwas länger als hoch, mit einem festen Rücken, einer tiefen Brust, muskulösen Schenkeln und einem langen Schwanz, der in Ruhe tief getragen wird. Das Fell ist kurz, glatt, von harter Textur und mit dichter Unterwolle. Er benötigt regelmäßiges Bürsten, um lose Haare zu entfernen, aber die Pflege ist schneller als beim Langhaar-Collie. Das Temperament sollte freundlich sein, ohne Nervosität oder Aggressivität. Der Kurzhaar-Collie ist im Allgemeinen gelehrig und lernt schnell, aber harte Korrekturen können ihn unsicher machen. Positives Training, klare Routinen und abwechslungsreiche Bewegung tun ihm gut. Viele genießen Gehorsam, Rallye, Agility, Nasenspiele, Therapie oder lange, aktive Spaziergänge. Als aufmerksamer Hütehund kann er sich stark auf Bewegungen, Geräusche und Emotionen im Haushalt konzentrieren; frühe Sozialisation hilft, stabile Erwachsene zu formen. Normalerweise zieht er es vor, in der Nähe von Menschen zu leben und nicht isoliert draußen.

Häufige Krankheiten

Gesundheitsinformationen für Collies sind vergleichsweise gut dokumentiert. Der Kennel Club empfiehlt Aufmerksamkeit auf Collie-Augenanomalie/choroidale Hypoplasie, degenerative Myelopathie, Multidrug-Resistenz-Mutation MDR1, progressive Retinaatrophie rcd2 und Augentests. Die Collie Health Foundation betont ebenfalls CEA, MDR1, PRA-rcd2, Dermatomyositis und andere Screening-Optionen. MDR1 ist besonders wichtig, da betroffene Hunde schlecht auf bestimmte Medikamente in unsicheren Dosen reagieren können, daher sollten Besitzer jedem Tierarzt mitteilen, dass ihr Hund ein Collie ist und einen DNA-Test in Betracht ziehen. Blue Merle ist eine Standardfarbe, aber Merle-zu-Merle-Zucht kann Double-Merle-Welpen mit schweren Hör- oder Sehbehinderungen hervorbringen, daher sollten verantwortungsvolle Züchter solche Verpaarungen vermeiden und bei Bedarf Ahnentafeln oder DNA-Farbdaten verwenden. Augenuntersuchungen und DNA-Tests helfen Züchtern, Risiken zu reduzieren, ersetzen aber nicht die normale Pflege. Ein verantwortungsbewusster Züchter sollte die Testergebnisse beider Elternteile klar erläutern und die Zucht von Welpen mit hohem Risiko für vermeidbare schwere Krankheiten vermeiden.

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