Der Catalburun, auch Tarsus Catalburun oder Türkischer Pointer genannt, ist ein seltener Vorstehhund aus Südtürkei. Er wird hauptsächlich mit Tarsus in Mersin in Verbindung gebracht, wo er zur Jagd auf Rebhühner und anderes Federwild eingesetzt wurde. Sein bekanntestes Merkmal ist die gespaltene oder gespaltene Nase, aber die Rasse sollte nicht auf dieses eine Merkmal reduziert werden. In seinem Heimatland wird er als praktischer Jagdhund geschätzt: wachsam, geruchsintensiv, seinem Führer treu und in der Lage, in heißen, trockenen Gebieten zu arbeiten. Er ist nicht als von der FCI anerkannte Rasse aufgeführt, und die veröffentlichten Informationen sind im Vergleich zu anderen internationalen Vorstehhunden immer noch begrenzt.
Allgemeine Einzelheiten
Der Catalburun ist im Allgemeinen ein mittelgroßer, athletischer Hund von moderatem Knochenbau, kurzem Fell, Schlappohren und einer funktionellen Feldkontur. Die veröffentlichten Maße variieren, da kein allgemein anerkannter internationaler Standard existiert, aber die meisten Beschreibungen ordnen ihn als kompakten Pointer und nicht als großen Hund ein. Das Fell ist kurz und glatt, üblicherweise weiß mit braunen, leberfarbenen, orangen oder zimtfarbenen Abzeichen, manchmal mit Sprenkeln oder Flecken. Die gespaltene Nase ist das sichtbare Merkmal der Rasse. Es handelt sich um eine Trennung der Nasenebene, nicht um zwei vollständige Nasen. Züchter und Jäger sollten gesunde Struktur, normale Atmung, einen guten Biss, Geruchssinn und Temperament über ein extremes Aussehen stellen. Die Rasse benötigt tägliche Bewegung und geistige Auslastung. Nasenspiele, Feldarbeit, lange Spaziergänge, Apportieren und sichere Ausläufe kommen ihm mehr zugute als eine ruhige In-Haus-Routine.
Kurze Geschichte der Rasse
Die schriftlichen Aufzeichnungen über die Rasse sind spärlich, aber türkische veterinärmedizinische Quellen identifizieren sie als einen seltenen lokalen Jagdhund, der ursprünglich aus Tarsus stammt. Ein Artikel aus dem Jahr 2012 beschrieb sie als mit Tarsus verbunden, außerhalb davon selten und damals weder standardisiert noch offiziell anerkannt. Dieselben Quellen betonen ihren Einsatz als Rebhuhnjäger und ihre sehr geringe Population. Der Catalburun wird manchmal mit dem spanischen Pachón Navarro verglichen, da beide eine gespaltene Nase aufweisen können. Eine direkte Verwandtschaft ist möglich, aber nicht gut belegt, weshalb es ratsamer ist, ihn als Teil der mediterranen Vorstehhundetradition zu beschreiben und gleichzeitig seine türkische regionale Identität zu betonen. Das moderne Interesse konzentriert sich auf seine Dokumentation und Erhaltung, da eine kleine Population durch unkontrollierte Kreuzungen oder durch Zucht nur wegen ihrer Seltenheit verloren gehen kann.
Rassemerkmale
Der Catalburun sollte agil, ausgeglichen und arbeitsbereit erscheinen. Sein Körper ist muskulös, aber nicht schwer, mit genügend Brust für Ausdauer und genügend Beinen, um unebenes Gelände zu bewältigen. Der Kopf ist eher lang, die Augen sind normalerweise bernsteinfarben bis braun, und der Ausdruck ist aufmerksam und sanft. Das Fell benötigt nur einfache Pflege: wöchentliches Bürsten, Krallenschneiden, Zahnpflege, Parasitenprävention und regelmäßige Ohrenkontrollen. Das Temperament wird normalerweise als loyal, intelligent, trainierbar und auf seine Familie orientiert beschrieben. Im Feld wird von ihm erwartet, dass er sucht, die Fährte aufnimmt, anzeigt und auf den Jäger wartet. Zuhause kann derselbe Fokus zu Unruhe werden, wenn der Hund keine Arbeit hat. Frühzeitige Sozialisierung mit Menschen, Hunden, Vieh, Geflügel und normalen Haushaltsaktivitäten ist wichtig. Der Jagdtrieb kann hoch sein, daher ist Vorsicht bei Kleintieren geboten. Positives, konsequentes Training funktioniert besser als harte Behandlung.
Häufige Krankheiten
Spezifische Gesundheitsstudien zu Catalburun sind rar, daher sollten Gesundheitsaussagen vorsichtig formuliert werden. Seltenheit ist keine Garantie für Gesundheit. Die praktische Kontrolle sollte sich auf allgemeine Risiken mittelgroßer Sporthunde und auf bekannte Probleme innerhalb jeder Zuchtlinie konzentrieren. Zu den möglichen Problemen gehören Hüftdysplasie, Ellbogenprobleme, Ohrenentzündungen aufgrund von Hängeohren, Zahnkrankheiten, Allergien, Augenerkrankungen und Jagdverletzungen. Da die Population klein ist, sind auch Inzucht und der Verlust genetischer Vielfalt besorgniserregend. Käufer sollten sich nach Verwandtschaft, Langlebigkeit, orthopädischen und augenärztlichen Untersuchungen sowie Todesursachen bei Verwandten erkundigen. Eine gespaltene Nase ist ein Rassemerkmal, aber eine extreme Gesichtsfehlbildung sollte nicht toleriert werden: Ein gesunder Catalburun sollte normal atmen, fressen, riechen und sich bewegen können.
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